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Feinregulierung 1. Arbeitsverfahren des Uhrmachers, das die besonders genaue Regulierung der Uhr zum Ziel hat. 2. Vorrichtung einer Uhr zur besonders genauen Regulierung. So geschieht bei Armbanduhren die Feinregulierung beispielsweise mit Hilfe von Abgleichschrauben, einer Schwanenhalsregulierung oder einen Rücker, der mit einem indirekten Hebel verstellt werden kann.Flüssigkristall-Anzeige Eine Möglichkeit der Digitalanzeige mit sehr geringem Energieverbrauch. Die flüssigen Kristalle werden durch elektrische Einflüsse so ausgerichtet, dass die Zeitanzeige nach aussen reflektiert wird. Formwerke Alle Uhrwerke, die nicht rund sind, werden in der Uhrmacherei als Formwerke bezeichnet. Früher wurden Formwerke besonders oft für Damenuhren verwendet. Funkuhr Uhrmacherwerkzeug Bei der Funkuhr handelt es sich um eine Quarzuhr, die über Funk gesteuert wird. Diese Uhren sind mit einem Decoder ausgestattet, der die Verbindung zwischen Quarzwerk und Empfänger herstellt. In Mainflingen bei Frankfurt/Main steht der Langwellensender DCF 77, der die in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig errechnete "Gesetzliche Zeit" versendet. Die Reichweite des Senders kann bis zu 2000 km betragen. Futter Fachausdruck für die Lagerung von aus Eisen oder Stahl hergestellten Wellen, Achsen und Trieben, sofern diese aus einem anderen Material gefertigt und in der Platine eingebuchst sind. Oft wird der Begriff Futter mit dem französischen Ausdruck Bouchon beschrieben Gang Keine Uhr läuft völlig genau. Hier spielen verschiedene Faktoren wie Qualität, Standort und Tragebedingungen eine Rolle, die zu Differenzen von Sekundenbruchteilen oder auch bis zu mehreren Minuten pro Tag führen können. Als Gang bezeichnet man nun den Unterschied zwischen 2 Ständen, wobei mit "Ständen" die abgelesene Zeitanzeige einer Uhr an zwei verschiedenen Tagen gemeint ist. "Der Gang einer Uhr beträgt 7 Sekunden pro Tag" bedeutet also, dass diese Tag für Tag um 7 Sekunden differiert. Der Uhrmacher kann den Gang einer Uhr durch Regulierung verbessern. Gangabweichung Gangabweichungen hängen zu einem großen Teil von Faktoren ab, auf die der Uhrmacher keinen Einfluß hat, wie zum Beispiel schwankende Temperaturen, Erschütterungen, unregelmäßiges Aufziehen oder Verschmutzung. Von Gangabweichung spricht man also, wenn eine Uhr beispielsweise an einem Tag 15 Sekunden vorgeht und am nächsten Tag dann 20 Sekunden. Gangdauer = Gangreserve Die maximale Laufzeit eines mechanischen Uhrwerks nach Vollaufzug.Gangmodell Zur Veranschaulichung in der Uhrmacherausbildung verwendetes, übergroßes Hemmungsmodell, an dem die sonst nur sehr klein Uhrmacherwerkzeug sichtbaren Details einer Hemmung anschaulich gemacht werden. Gangschein Offizielle Prüfinstitute wie zum Beispiel das Schweizer COSC ("Controle Officiel Suisse des Chronomètres") überprüfen einheitliche Forderungen an die Ganggenauigkeit einer Uhr. Uhren, die diese Prüfungen bestanden haben, erhalten einen Gangschein ("Bulletin de Marche"). Gebläute Zeiger Zeiger "Bläuen" oder "Blau anlassen" ist heute ein wichtiger ästhetischer Aspekt in der Uhrmacherei. Dabei werden Stahlzeiger erhitzt, bis sich deren Oberfläche bei einer Temperatur von 290° bis 310° Celsius dunkelblau verfärbt. Eine sehr diffizile und aufwändige Aufgabe. Genfer Streifen Häufig verwendete rippenförmige Dekoration auf den Brücken und Kloben feiner Uhren, der vor der galvanischen Veredelung aufgebracht wird. Gesperr Das Gesperr besteht aus Sperrklinke, auch Sperrkegel genannt, Sperrfeder und Sperrad. Das Gesperr verhindert das unkontrollierte Entspannen der Zugfeder. Es wird auf der Federhausbrücke angebracht und ist der Grund für das schnarrende Geräusch beim Aufziehen der Uhr. UhrmacherwerkzeugGlasboden Viele mechanische Uhren werden heute mit Sichtboden ausgestattet, damit der Besitzer das meist sehr schön dekorierte Uhrwerk und seine Funktion beobachten kann. Glucydur-Unruh Unruh, die nach der Erfindung der autokompensierenden Unruhspirale bei hochwertigen Uhren die bimetallische Kompensationsunruh ablöste. Glucydur-Unruhen bestehen aus einer Kupferlegierung, der 3 Prozent Beryllium beigemengt werden. Sie lassen sich vorzüglich vernieten, auswuchten und feinregulieren und sind antimagnetisch und nicht oxydierend. GMT Uhrmacherwerkzeug Greenwich Mean Time. Durch die südenglische Stadt Greenwich verläuft der Nullmeridian der Weltzeit. Die Erde ist in 24 Zeitzonen unterteilt, die Zeitanzeigen erfolgen auf der Erde immer bezogen auf GMT. So hat beispielsweise New York GMT -5, Sydney +8. Halbsavonette Taschenuhr mit Sprungdeckel. Bei der Halbsavonette ist der Sprungdeckel in der Mitte durchbohrt. Durch diese Bohrung kann der Uhrenträger die Stellung der Zeiger erkennen und sich so eine ungefähre "Zeit-Information" verschaffen, ohne den Uhrendeckel zu öffnen. Halbschwingung In der Uhrmacherei auch als Amplitude bezeichnet. Der in der Uhrmacherei gebräuchliche Begriff ist nicht identisch mit der Amplitude im physikalischen Sinn. Die Uhrmacher bezeichnen den Winkel als Amplitude, den die schwingende Unruh zwischen ihren Umkehrpunkten beschreibt. Handaufzugsuhr Ein Zeitmesser, bei dem die Zugfeder täglich mit Hilfe der Aufzugs-Krone von Hand gespannt werden muss. Früher geschah dies bei Taschenuhren mit kleinen Schlüsseln. Mitte des letzten Jahrhunderts wurde der Kronenaufzug erfunden. Eine Handaufzuguhr muß täglich aufgezogen werden, weil die
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